Meine Philosophie beim Fotografieren

Alles ist prinzipiell interessant. Denn es kommt gar nicht aufs Motiv an, sondern darauf, wie man es anschaut. Alles lässt sich fotografieren - stinkende Chemieabwässer genauso, wie ein Sonnenaufgang im Morgennebel.

Alles ist anders, als wir meinen. Die Welt ist nie so, wie wir glauben. Gerade Linien, rechte Winkel und den perfekten Kreis gibt es nur im menschlichen Geist. Schaut man genauer hin, werden Erwartungen immer enttäuscht und man findet unerwartete Einzigartigkeit.

Alles wandelt sich. Fotos schneiden aus einem chaotischen Lebensprozess ein kleines Stückchen Zeit heraus. Gute Fotos machen die Essenz dieses Wandels spürbar. Perfekte Fotos hingegen töten das Motiv, denn sie lassen keinen Raum mehr für das Neue, das entsteht.

 

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